Das archäologische Museum Son Fornés in Montuïri führt den Besucher anhand von Funden aus der Ausgrabungsstätte des 2000 Jahre alten Talayóts Son Fornés durch die Frühgeschichte Mallorcas. Das Museum wurde in einer aufwändig restaurierten Windmühle aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet, und diese ist zugleich ein sehenswertes Beispiel für die traditionelle mallorquinische Bauweise und Architektur. Außer dem Museum erwartet uns hier ein breites Freizeit-Angebot für Besuche mit Familie und Freunden.
In Palma befindet sich das Musem Torrents Lladó, welches diesem vielseitigen Künstler gewidmet ist, der in der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts lebte. Sein Haus ist heute ein Museum und dort werden seine Ölbilder, Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen ausgestellt. Joaquín Torrents Lladó (Badalona 1946 ' Palma 1939) reiste im Sommer 1967 zum ersten Mal nach Mallorca. Ein Jahr später zog er nach Valldemosa um, wo er sich der Bühnenbildnerei, der Malerei und dem Theater widmete. Später verlagerte er seinen Wohnsitz ins Zentrum von Palma. Von hier aus reiste er nach Madrid, Stockholm, Florida und Venedig, für das er eine groβe Leidenschaft empfand. Das Museum Joaquín Torrents Lladó befindet sich seit März 2002 im Haus des Künstlers. Die Bestände stammen aus zwei Sammlungen: aus der Stiftung J. Torrents Lladó, die kurz nach seinem plötzlichen Tod 1993 gegründet wurde, und aus der Sammlung der Regierung der Illes Balears. Dieser Künstler war ein hervorragender Landschafts- und Portraitmaler. In seiner Schaffensperiode hat er Persönlichkeiten der Königs- und Fürstenhäuser, wie auch der Politik verewigt, wie z.B. das Königspaar von Spanien, einige Mitglieder der Familie Kennedy und die Prinzessin Carolina von Monaco. Eine seiner gröβten Anerkennungen erhielt er 1988, als er zur 'Weltpersönlichkeit des Jahres' ernannt wurde. Eine permanente Ausstellung mit 120 Werken Die Dauerausstellung besteht aus 120 Werken aus seinen verschiedenen Schaffensphasen und ist über zwei Etagen verteilt zu sehen. Mit seinen Ölbildern, Zeichnungen, Aquarellen, Skulpturen und einigen persönlichen Objekten wird das Leben und Werk dieses Künstlers dem Betrachter nahegebracht. Alle sechs Monate ' Ende März und Anfang Oktober - wird die Ausstellung komplett erneuert. Auβerdem werden jährlich zwei temporäre Ausstellungen organisiert, wie auch verschiedene kulturelle Aktivitäten. In den Monaten Juli und August finden hier zum Beispiel verschiedene Konzerte statt. Öffnungszeiten: von Dienstag bis Freitag 11.00 bis 19.00 Uhr, an Samstagen und Feiertagen von 10.00 bis 14.00 Uhr. Sonntags und Montags geschlossen. Zufahrt für Behinderte ist vorhanden.
Die Galerie 8 Ulls wurde im Jahre 2006 eröffnet. Sie verfügt über eine eigene Werkstatt für Juwelen und Rahmungen, für die sie den Platz im Lokal nutzt, um ihre eigenen Kreationen in limitierten Auflagen zum Verkauf auszustellen. Geboten wird eine breite Palette mit Lampen, Gemälden, grafische Werke, visuelle Poesie usw.
Seit ihrer Gründung im Jahre 1982 hatte die Galerie Altair die Förderung und Verbreitung der internationalen Zeitgenössischen Kunst zum Ziel, mit besonderem Augenmerk auf die neuen Künstlergenerationen.
Die Galerie Pelaires widmet sich der Ausstellung und Vertretung von internationalen Künstlern, deren Werke zum ersten Mal auf Mallorca und in der Regel auch in Spanien gezeigt werden. Gleichzeitig fördert und realisiert sie Projekte von jungen und mittleren Künstlern. Zu diesem Zweck entwickelt sie in Zusammenarbeit mit Kuratoren und Kritikern ein strenges und ständig erneuertes Programm. Gleichzeitig schlägt Pelaires ein Projekt vor, das dem Gebiet, in dem es angesiedelt ist, nahe steht und sich diesem verpflichtet fühlt, einem Ort mit einer starken internationalen Präsenz. Ziel von Pelaires ist es, Raum für die Arbeiten zeitgenössischer Künstler zu schaffen, die die aktuelle Szene mit ihrer Komplexität und Multidisziplinarität widerspiegeln, auch wenn sie dies mit sehr unterschiedlichen Sprachen und ästhetischen Vorschlägen tun. Die Galería Pelaires wurde 1969 von Pep Pinya in Palma gegründet. Im Jahr 1990 zog es von der Carrer Pelaires in das symbolträchtige historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert um, wo es sich heute befindet. Der Raum hat zwei Etagen, auf denen das ganze Jahr über Ausstellungen stattfinden.
Das Misericordia-Gebäude, ein ehemaliges Wohltätigkeitskrankenhaus, verfügt über mehr als 1500 m2 Ausstellungsfläche im großzügigen Innenhof; Hinzu kommt DIE KAPELLE, die derzeit für nicht-religiöse Zwecke genutzt wird, aber in ihrer ursprünglichen Struktur und ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten geblieben ist und mehr als 350 m2 umfasst. Hinzu kommen drei Ausstellungsräume im Erdgeschoss, 1. und 2. Stock mit jeweils 120 m2. Alle Räume sind für Ausstellungen ausgestattet. Das Projekt New Presences 2010, das Teil der Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Kultur und Kulturerbe des Consell de Mallorca und der Unabhängigen Vereinigung der Kunstgalerien der Balearen (AIGAB) ist, wird die Kapelle La Misericordia füllen. Insgesamt nehmen zwölf junge Künstlerinnen und Künstler an diesem Vorschlag teil, die ihre künstlerischen Arbeiten in dieser Gemeinschaftsausstellung ausstellen werden.
Es ist das wichtigste Denkmal des architektonischen Erbes von Sineu. Die alte Kirche fiel 1505 einem Brand zum Opfer, und unmittelbar danach wurde mit dem Bau des neuen Gotteshauses, ebenfalls im gotischen Stil, begonnen. In den Jahren 1880 und 1881 wurden an dieser neuen Kirche wichtige Erweiterungsarbeiten vorgenommen, unter denen das neue Dach und das Querschiff mit einer beeindruckenden achteckigen Kuppel auf Trompeten hervorstechen, die ein bewegliches Spiel sternförmiger Rippen zeichnet. Die Hauptfassade ist in einem strengen gotischen Stil gehalten, und die Bekrönung hat die Form einer dreieckigen Stirnwand mit einer Öffnung an der Stelle, an der sich früher ein Glockenturm befand. Die Seitenfassade hat einen zweigeteilten Aufriss. Das Innere der Kirche hat einen einschiffigen Grundriss mit einem Querschiff und fünf Kapellen auf jeder Seite. Das Dach des Kirchenschiffs ist mit einer Rippendecke versehen. Der Kirche steht das gotische Bildnis der Jungfrau Maria von Sineu vor, eine der so genannten "Jungfrauen-Sagrars", ein Werk von Gabriel Mòger aus dem Jahr 1509. Die vierte Kapelle auf der linken Seite ist die Capella Fonda, die von einer Kuppel auf Hängezwickeln bedeckt ist und das beeindruckende barocke Altarbild der Jungfrau Maria von Rosal aus dem Jahr 1672 mit Gemälden von Rafel Guitard beherbergt. Die Kirche, die 7 Jahre lang geschlossen war, wurde nun vollständig restauriert, alle fehlenden Glasfenster wurden eingesetzt und auch die Teile des alten Altaraufsatzes wurden restauriert. Erwähnenswert ist auch, dass im Pfarrhaus der Kirche selbst ein Museum mit einer bedeutenden Sammlung antiker Waschbecken eingerichtet wurde.
Das Museum funktioniert seit 1985 und besitzt wertvolle Dokumente, wie z.B. die bibliografische Sammlung von Guillem Colom, einem bedeutenden Geologen, der in dieser schönen Stadt im Nordwesten Mallorcas geboren wurde. Außerdem verfügt sie über verschieden Säle für zeitweise und ständige Ausstellungen. Einheimische Flora von anderen Mittelmeerinseln Der Botanische Garten ist eine Erweiterung des bereits existierenden, der 1992 eröffnet wurde, und ausschließlich balearische Pflanzen beherbergt. Die so erweiterten Bereiche machen diesen Botanischen Garten zu einem einzigartigen Ort auf den Balearen. Dort findet man einheimische Flora von anderen Mittelmeerinseln, mit Pflanzen aus Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta und Kreta. Dort befindet sich auch eine Pflanzensammlung von den kanarischen Inseln, die über ein Ökosystem verfügen, das dem des Mittelmeerraums sehr ähnlich ist. Ein weiterer, sehr interessanter Bereich ist jener, der die traditionelle Architektur mit der Botanik verbindet. Es handelt sich um vier stufenförmige Wände, die aus Trockestein erbaut worden sind. Auf jeder Stufe wachsen Zierpflanzen, Heilpflanzen, Fruchtbäume und Gemüse. Seit seiner Gründung hat das Zentrum eine wichtige botanische Forschungs- und Erhaltungsarbeit geleistet. 1997 entstand die Stiftung Fundació Jardí Botànic de Sóller unter der Betreuung von Francesc Arbona Colom, der sich um die Erhaltung der Natur der Balearen bemüht. Dafür verfügt er über eine der fünf in Spanien existierenden Germoplasmabanken, in denen die Samen der bedrohtesten Arten aufbewahrt werden.
Marratxí ist zu Recht als die Terra del Fang (Erde des Tons) bekannt, da sich in dieser Gemeinde die renommiertesten Töpfer Mallorcas konzentrieren. Jetz ist der Ort Sitz des Keramikmuseums, ein Platz für die Welt der Keramik in ihren vielfältigen Manifestationen. Marratxí ist eine Gemeinde des Bezirks El Raiguer, in dem es jedoch komischerweise keinen Ort mit diesem Namen gibt. Zwei der dortigen Ortskerne sind Pòrtol und Sa Cabaneta, wo die Töpfertradition bis auf das 18. Jahrhundert zurückreicht. In dieser Epoche entstanden dort vom Nachbarort Santa Eugènia aus kommend die Ollerías, Töpfereien und führten ein Handwerk ein, dass seitdem von Generation zu Generation weitervererbt wird. Jetzt gibt es hier in dem Keramikmuseum eine reichhaltige Musterschau aller Art von Ton- und Keramikobjekten zu sehen. Das Museum befindet sich im Es Molí de Sa Cabaneta, einer ehemaligen und speziell zu diesem Zweck restaurierten Mühle. Der Museumsfonds umfasst circa neun Hundert Objekte; etwas weniger als die Hälfte sind traditionelle Keramik und der Rest sind Kunstobjekte. Stücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert Ein Teil dieser Kollektion kam durch die volkstümliche Keramikmesse Fira del Fang zusammen. Diese wird nun seit 1984. Anfang Mai veranstaltet und stellt eine einzigartige Gelegenheit zum Betrachten der Arbeit einer ganzen Reihe von Töpfern dar. Zum Anlass dieser Messe wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem die Teilnehmer eins ihrer Werke abgeben müssen, das dann in den Museumsfonds aufgenommen wird. Die meisten Stücke stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Einige haben eine bemerkenswerte Geschichte, wie ein Topf aus dem Jahre 1900, der in Kuba von Joan Garau getöpfert wurde, einem in Pòrtol geborenen Handwerker, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts in die damalige spanische Kolonie auswanderte. Dank der verschiedenen Sammlungen können die unterschiedlichen Modalitäten und Techniken im Umgang mit der Keramik und Tonerde studiert werden. Die Olleria bezieht sich auf die Werke aus rotem Ton; die Gerreria auf weißen Ton; und die Siurells ist eine Abteilung für ein einzigartiges Symbol Mallorcas: Das sind kleine weiß bemalte Figuren mit roten und grünen Farbpunkten. Diese können unterschiedliche Personen darstellen und haben eine Pfeife im Hinterteil. Ihre Herkunft ist unbekannt, doch gibt es schon ähnliche Stücke aus der Maurenzeit. Ein weiteres Ziel dieses Museums ist die Rettung der Geschichte des Ortes durch Erstehen von Keramikobjekten, die von schon pensionierten oder gestorbenen Handwerkern gefertigt wurden.
Die Galerie Bennàssar wurde im April 1977 gegründet und befindet sich seit 1985 an ihren heutigen Standort, immer in der Ortschaft Pollença. Sie hat bisher ohne Unterbrechungen abwechselnd Ausstellungen von jungen Talenten und schon bekannten Künstlern organisiert, dabei wurde stets auf grösste Qualität und Professionalität in Zeitgenössischer Kunst geachtet. Diese Wanderausstellung wechseln monatlich.
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